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Das Vortragsprogramm 2026 ist online

Knapp 40 Vorträge und zwei Podiumsdiskussionen an zwei Tagen, alle im Messeeintritt enthalten. Von Jaguaren im Pantanal über einen Dachs namens Kurt bis zur Frage, warum Angst deine Bilder bremst.

Das Vortragsprogramm der Photo+Adventure 2026 steht. Am Samstag, 14., und Sonntag, 15. November laufen die Vorträge parallel in den Sälen Europa 1, 2 und 4 sowie auf der Bühne im Wintergarten der Pyramide Wien/Vösendorf. Die meisten dauern eine halbe Stunde, rund ein Drittel steht an beiden Tagen im Programm. Was du am Samstag verpasst, erwischst du also oft noch am Sonntag. Buchen musst du nichts, dein Messeticket reicht.

Wir haben uns quer durchs Programm ein paar Vorträge herausgepickt. Die neuen Gesichter auf der Bühne, etwa Marion Payr mit ihrer Expedition Borneo oder Carlos Crespo mit den höchsten Dünen der Welt, stellen wir dir schon im Beitrag Neu dabei vor. Hier kommen die anderen zum Zug.

Fernweh: Jaguare, Pinguine und ein Frachtschiff

Rainer Skrovny ist gleich viermal im Programm. Am Samstag zeigt er das Naturparadies Pantanal in Brasilien, eines der größten Binnenland-Feuchtgebiete der Erde. Kaimane, Riesenotter, Tapire und Ameisenbären sind dort zu Hause, und nirgendwo sonst stehen die Chancen besser, einen Jaguar zu sehen: dösend auf einer Sandbank, beim Durchqueren eines Flusses oder auf der Jagd. Davor geht es mit ihm in Grönlands wilden Westen zu den Eisbergen der Diskobucht, am Sonntag auf die Shetland-Inseln und nach Botswana.

Kaiman mit Schmetterlingen im Pantanal
Naturparadies Pantanal mit Rainer Skrovny

Kälter wird es bei Sandra Petrowitz. In Antarktis nimmt sie dich mit auf die Antarktische Halbinsel, auf die Falklandinseln und nach Südgeorgien, samt Tipps fürs Fotografieren „im schönsten Kühlschrank der Welt“. Am Sonntag folgt Safarifotografie: Kameraeinstellungen, Bildgestaltung und Tierverhalten, nicht nur für Afrika.

Sportlich wird es bei Wolfgang Neumüller. In MTB Madagaskar fährt er mit dem Mountainbike durchs zentrale Hochland, über Trails und Schotterwege, vorbei an Baobabs, Kraterseen und Reisterrassen, bis zum Schnorcheln am Korallenriff im Indischen Ozean. Mit Bildern und Videos von unterwegs.

Mountainbikerin an einem Fluss vor Granitbergen in Madagaskar
MTB Madagaskar mit Wolfgang Neumüller

Ja, auch einer der beiden Veranstalter steht selbst auf der Bühne. Oliver Bolch, seit 1993 mit Live-Vorträgen unterwegs, erzählt in Mit dem Frachtschiff durch die Marquesas von zwölf Tagen an Bord der Aranui 5. Das Schiff ist Kreuzfahrt- und Versorgungsschiff zugleich und bringt den abgelegenen Inseln die Waren des Alltags. Eine Reise abseits gewöhnlicher Kreuzfahrtrouten.

Weitere Reiseziele im Programm: Bhutan, Kirgistan, Neukaledonien und Samoa, Laos, Kambodscha und Vietnam, Rumänien, Marokko und Namibia. Mehr davon findest du in den Journeys Fremde Kulturen und Tiere & Natur.

Natur und wir: Wildnis vor der Haustür

Der Messeschwerpunkt 2026 heißt „Natur und wir“. Dass du dafür nicht weit fahren musst, zeigt Georg Popp. In Vom Kurt dem Dachs zum XXL-Monsterkarpfen! blickt er auf das Fotojahr 2026 seines Projekts WIENER WILDNIS zurück: vom Dachs Kurt über ein ganz besonderes Bienenfresser-Foto bis zu den größten und kaum bekannten Wildtieren Wiens. Eine halbe Stunde, nach der du die Stadt mit anderen Augen siehst. An beiden Tagen.

Halb über, halb unter Wasser fotografierte Kröten in einem Auwald
Vom Kurt dem Dachs zum XXL-Monsterkarpfen! mit Georg Popp

Christine Sonvilla und Marc Graf beschäftigen sich in Wild Austria mit der Rückkehr großer Raubtiere nach Mitteleuropa. Ihre Frage: Ist in unserer Landschaft und in unseren Köpfen genug Platz für wilde Natur?

Harald Slauschek fotografiert seit fast drei Jahrzehnten unter Wasser. In Unterwasserfotografie erklärt er, warum dort Licht, Nähe, Bewegung und sogar die Kommunikation anders funktionieren, beim Schnorcheln genauso wie beim Gerätetauchen. Seine Schwarzweißserie „Between Breaths“ ist während der Messe auch als Ausstellung zu sehen.

Zweimal wird auf der Bühne im Wintergarten diskutiert, jeweils um 12 Uhr und moderiert von Karl Füsselberger. Am Samstag fragt die Runde Fotografie für die Natur, welche Bilder der Natur- und Artenschutz heute braucht und was Fotografinnen und Fotografen, ob Profi oder Hobby, dazu beitragen können. Mit dabei sind Wildtierökologin Jennifer Hatlauf, Christine Sonvilla, Martin Hartmann vom Nationalpark Gesäuse und Christian Pichler vom WWF Österreich. Am Sonntag folgt Natur- und Wildlifefotografie: Ein Reality Check. Belinda Thaler, Marc Graf, Medienrechtler Thomas Höhne und Armin Amano diskutieren, wie viel Realität ein Naturfoto braucht, wo die Grenzen liegen, ob Bilder gekennzeichnet werden müssen und was rechtlich gilt.

Am Samstag um 16:30 Uhr wird es auf derselben Bühne feierlich: Bei der Siegerehrung werden die besten Bilder des Fotowettbewerbs zum Motto „Die Natur und wir“ ausgezeichnet.

Besser fotografieren, in 30 Minuten

Wenn gute Bilder bei dir eher zufällig entstehen, fang mit dem Photo ABC an. Karl Füsselberger, Leiter der Wiener Fotoschule, erklärt an beiden Tagen um 10 Uhr Belichtungsdreieck, Autofokus, Weißabgleich und Bildgestaltung, mit Tipps, die du noch am selben Tag ausprobieren kannst. Am Sonntag zeigt er in Adobe Lightroom Classic Kompakt, wie du vom Import bis zum Export einen Workflow aufbaust, der dir Zeit am Schreibtisch spart.

Daniel Trippolt zeigt in Light. Time. Landscape., wie Polfilter, Grauverlaufs- und ND-Filter Kontraste ausgleichen und Bewegung sichtbar machen. Und Anselm F. Wunderer erklärt in Erfolgreich im Wettbewerb, warum beim Fotowettbewerb nicht das Glück entscheidet, sondern Bildaufbau, Licht, Farbe und Bearbeitung. Am Samstag passt das gut vor die Siegerehrung.

Wer vor allem mit dem Handy fotografiert, holt sich bei Photography adventures with vivo Tipps zur Smartphone-Fotografie. Und Karl Grabherr zeigt in Mit leichtem Gepäck zu starken Bildern, warum weniger Gewicht oft zu mehr Bildern führt.

Was Fotografie noch kann

Oliver Wendlandt stellt in Fotografie von Sternenkindern die Arbeit der DEIN STERNENKIND STIFTUNG vor. Seit über zehn Jahren fotografieren Ehrenamtliche der Stiftung kostenlos Sternenkinder, wenn Eltern sich das wünschen. Über 25.000 Eltern haben so Bilder bekommen, die Erinnerungen schaffen und Trost spenden. Wer sich für dieses Ehrenamt interessiert, findet beim Vortrag und am Messestand alle Informationen. An beiden Tagen.

Den Samstag schließt Robert Pichler um 17:30 Uhr mit einer unbequemen Frage ab: Fotografierst du, was dir gefällt, oder was gefällt? In Angst blockiert dich und deine Entwicklung geht es um Leistungsdruck, Social-Media-Trends und den Mut zur eigenen Bildsprache.

So planst du deinen Messetag

Alle Vorträge mit Uhrzeit und Saal findest du im Programm. Die Journeys bündeln Vorträge, Seminare und Workshops nach Interessen, etwa Fotografie Einstieg, Sehen, Licht & Inspiration oder Menschen fotografieren. Unser Tipp: Such dir vorab zwei, drei Vorträge aus und lass dazwischen genug Zeit für die rund 120 Aussteller.

Wer tiefer einsteigen will, findet im Beitrag zum Seminar- und Workshopprogramm 2026 buchbare Formate mit begrenzten Plätzen. Und wer 2026 zum ersten Mal auf der Bühne steht, erfährst du im Beitrag Neu dabei: Diese Speaker erlebst du 2026 zum ersten Mal.

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