Fotoausstellungen

Photo+Adventure 2019

Alphabetische Auflistung aller Fotoausstellungen

  • 59. Österreichische Foto Staatsmeisterschaft 2019 - ÖVF Stand 455 Halle B
  • Aestivation - Danilo Vukasovic Vukas H
  • Auf vier Beinen quer durch Spanien - Susana Girón M
  • CEWE Photo Award 2019 J
  • communicatus est - Ana Koder D
  • Die Bienen, wie sie keiner kennt - Ingo Arndt M
  • Die Geister Patagoniens - Ingo Arndt M
  • Die Helden vom Stamm der Dezibel - Lukas Papierak M
  • Die Welt ist nicht genug - Fabian Haspinger D
  • Frequency Festival: Die Welt zu Gast in St. Pölten - Bernhard Brenner M
  • GRÜN - Marc Jordi Fischer H
  • HEIMAT - Fotowettbewerb I
  • Hide & Seek - Elena Laaha H
  • Inspiration Natur - Perdita Petzl & Henrik Spranz B
  • Keime der Hoffnung - Cyril Ruoso M
  • Kunst zum Quadrat - infoscreen G
  • Landschaftsfotografie im Großformat - Verena und Georg Popp-Hackner L
  • Menschenbilder 2019 - Wiener Berufsfotografinnen und -fotografen A
  • Patagonien & Kap Horn Stand 240 Halle B
  • Rehabilditation - Rupert Kogler C
  • the fishery on the baltic sea - Vanessa Szopory H
  • Unter wilden Bären - Christine Sonvilla, Marc Graf und Robert Haasmann K
  • Wildnis aus Europa - 4nature-photographers.com F
  • Zwischen den Welten - Josef Blaschko D

Auflistung aller Fotoausstellungen im Detail

Aestivation

Danilo Vukasovic Vukas / Catch Your Own Gallery Sieger

Aestivation oder æstivation (aus dem Lateinischen: aestas, summer, aber auch Buchstabierung im amerikanischen Englisch) ist ein Zustand der Ruhe, der dem Winterschlaf ähnelt, obwohl er eher im Sommer als im Winter stattfindet. Die Aestivation ist durch Inaktivität und eine verringerte Stoffwechselrate gekennzeichnet, die als Reaktion auf hohe Temperaturen und trockene Bedingungen eingegeben wird. Es findet während der Hitze und Trockenheit statt, der heißen Trockenzeit, die oft die Sommermonate sind.

59. Österreichische Foto Staatsmeisterschaft 2019

Österreichische Fotoverband ÖVF

Auch heuer zeigen wir eine kleine Auswahl der diesjährigen Foto- und Jugend Fotostaatsmeisterschaft der künstlerischen Fotografie in der Halle B gegenüber der ÖVF Photo+Adventure Fotobühne. Seit 1960 veranstaltet der Österreichische Fotoverband ÖVF, vormals VÖAV die Leistungsschau der besten Österreichischen Fotokünstler. Nach ca. 16.500 Jurywertungen konnten die besten Fotos aus allen Altersklassen und Sparten von über 1.150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eruiert werden. Ganz besonders erfreulich ist die Tatsache, dass sich immer mehr ambitionierte Jungfotografinnen und Fotografen an der Fotostaatsmeisterschaft beteiligen. Auch heuer gab es bei der Jugend Foto Staatsmeisterschaft neue Rekordzahlen bei Teilnehmer- und Bilderanzahl. Die Fotografie erlebt eine noch nie dagewesene Beliebtheit!

Auf vier Beinen quer durch Spanien

Susana Girón / Terra Mater

Schafwanderung. Von den Winterweiden auf die Sommerweiden und zurück: Seit Jahrhunderten treiben Spaniens Schafhirten ihre Tiere durchs Land, auf von König Alfons X. († 1284) verbrieften Routen, den  Cañadas Reales. Eine zähe und mühsame Arbeit, aber auch eine stolze Tradition, welche die Familien zusammenhält, seit Generationen.

CEWE Photo Award 2019

Der weltgrößte Fotowettbewerb in 2019

Fotoausstellung von ausgewählten Fotos vom weltgrößten Fotowettbewerb, dem CEWE Photo Award 2019.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer des CEWE Photo Award 2019, die diesen CEWE Fotowettbewerb zum größten Fotowettbewerb der Welt gemacht haben. Insgesamt wurden in zehn verschiedenen Kategorien 448.152 Fotos von über 45.460 Teilnehmern hochgeladen. Wir gratulieren allen Gewinnern zur tollen Leistung. Die Übersendung der Preise erfolgt innerhalb der nächsten drei Wochen.

communicatus est

Ana Koder - Prager Fotoschule (Diplom 2016/2017)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der einzelnen Kommunikation, sprich mit einer Mitteilung, der Mitteilung der Bilder und der, die im Betrachten der Bilder stattfindet. man hat die Wahl, die einzelne Kommunikation in eine Interaktion zu verwandeln, und zwar im Falle, dass man die eigene Interpretation vom gesehenen, anderen mitteilt. jegliche Kommunikation entsteht jenseits der Grenzen der Wörter, egal welcher Sprache. sie entsteht im verhalten jeglicher Art, in dieser Arbeit besonders in der Körpersprache und hier vor allem in der Körperhaltung. es ist nicht möglich sich nicht zu verhalten, alles verhalten hat Mitteilungscharakter daher sind wir, unabhängig davon ob aktiv oder passiv, ständig dabei zu kommunizieren ergo beeinflussen wir andere und diese anderen können sich einer Reaktion nicht entziehen.

Die Bienen, wie sie keiner kennt

Ingo Arndt / Terra Mater

Nahaufnahmen eines Nützlings. Eine Biene ist ein Genie, doch viele Bienen sind ein Wunder der Natur. Sie auf ihre Arbeit als Honigproduzenten zu reduzieren heißt, sie zu unterschätzen: Viel wichtiger ist ihre Funktion als Bestäuber von Nutzpflanzen. Darum: Je näher wir diese Insekten kennenlernen, desto besser können wir auf sie achtgeben.

Die Geister Patagoniens

Ingo Arndt / Terra Mater

Unter Pumas. Als Tierfotograf Ingo Arndt auf seinen ersten Berglöwen traf, ahnte er nicht, dass ihn diese Tiere die nächsten 17 Jahre verfolgen würden. Und er ahnte auch nicht, dass die elegante Raubkatze ihm an
Südamerikas Südspitze die aufregendsten viereinhalb Sekunden seines Lebens bescheren würde – als er Zeuge einer atemlosen Jagd wurde.

Die Helden vom Stamm der Dezibel

Lukas Papierak / Terra Mater

Indische Kultkapelle. Die Vishal Brass Band aus Jabalpur ist auf Hochzeiten spezialisiert. Legt sie los, kann nichts mehr schiefgehen: Was an Tonsicherheit fehlt, gleicht Inbrunst aus. In wechselnder Besetzung spielen die Musiker um Bandleader Manish Mavji 400 Konzerte pro Jahr und überqueren dabei mehrfach mühelos die akustische Schmerzgrenze.

Die Welt ist nicht genug

Fabian Haspinger - Prager Fotoschule (Diplom 2017/2018)

Wir müssen eingreifen, verschönern, erweitern, erklären und verbessern.

Frequency Festival: Die Welt zu Gast in St. Pölten

Bernhard Brenner

Seit mehr als 10 Jahren findet in St.Pölten das Frequency Festivals statt. Das Who is Who der Musikbranche quer durch alle Genres rockt vor Tausenden Fans. Der St. Pöltner Fotograf Bernhard Brenner zeigt einen Querschnitt durch die letzten Festivaljahre: Internationale Top-Stars der Musikszene, heimische Größen, frenetischer Jubel der Fans, visuelle Inszenierungen auf der Bühne, musikalisch intime Momente..., ein Jugend-Kulturhighlight mitten in der Landeshauptstadt. Für einen Fotografen ist so ein Event im Graben vor der Bühne immer eine Herausforderung: Low Light, schnelle Bewegungen, wenig Zeit, unerwartete Momente. Neben der Musik sind diese Herausforderungen der Reiz für die fotografische Dokumentation des Festivals. 2014 gewann Bernhard Brenner mit einem Frequency Foto den NÖ Pressefoto Award im Bereich Kultur.

GRÜN

Marc Jordi Fischer / Catch Your Own Gallery Sieger

Bisher hatte Jordi Fischer hauptsächlich nur analoge schwarz-weiß Fotos aufgenommen. Das sollte sich endlich mit „Grün“ ändern. Diese Fotografien für diese Ausstellung wurden auf zwei Reisen nach Schottland und Island aufgenommen. Grafisch festhalten wollte er den Kontrast zwischen Schwarz, Grün und Weiß in Kombination mit den komplexen Formen einiger Klippen und Felsen. Dazu hat er Landschaften mit hauptsächlich grünen Tönen gesucht, die das Projekt „tragen“. Wichtig war, zusätzlich ein vollständig entsättigter Himmel, der eine gewisse Abstraktion verleiht und den Kontrast erhöht.

HEIMAT - Fotowettbewerb

Die Siegerbilder des diesjährigen Photo+Adventure Fotowettbewerbs

„Heimat“ ist mehr als unsere unmittelbare Lebensumgebung. Heimat ist ein Gefühl. Heimat ist aber auch ein politisch besetzter und historischer Begriff, der erst langsam den Weg zurück in eine unverkrampfte Betrachtungsebene findet. Mit diesem Thema wurden auf 2019 ambitionierte Fotografen und Fotografinnen inspiriert.

Über 1000 Einsendungen von rund 450 FotografInnen zeigten ihre außergewöhnlichen und dynamischen Interpretationen des Themas HEIMAT. Glücklicherweise musste die Photo+Adventure nicht selbst entscheiden, welche Bilder dieser inspirierenden Vielfalt einen der hochwertigen Preise verdienen. Die Siegerbilder wurden durch eine öffentliche Onlinewertung sowie eine vierköpfige Jurywertung ermittelt.

Hide & Seek

Elena Laaha / Catch Your Own Gallery Siegerin

Die fotografischen Abbildungen von schlanken, bis zu abgemagerten Körpern sind heutzutage sehr präsent. Sei es durch die Modefotografie, in der Models abgebildet werden, die sehr schlank bis krankhaft abgemagert sind, oder durch die Medien ins besonders die sozialen Medien, in denen ebenfalls dünne Abbilder von Körpern präsentiert werden. Somit werden Schönheitsideale vermittelt, geprägt und verbreitet.
Durch die Abweichung des vermittelten Ideals und der Realität, in der das Durchschnittsgewicht steigt, entstehen Konflikte, die zu essgestörtem Verhalten und Essstörungen führen können, oder diese stärker ausprägen.

Inspiration Natur

Perdita Petzl & Henrik Spranz / Fairytale Nature Photography

Sich von der Natur inspirieren zu lassen ist ein essentieller Bestandteil der fotografischen Arbeit von Perdita Petzl und Henrik Spranz. Erst durch diese Inspiration entstehen Serien wie „Dark Fairytale“, „Glamour“ oder „Forest's Soul“, die sich in dieser Ausstellung vereinen. Glitzernde Zauberreiche, dunkle Makrowelten und geheimnisvolle Wälder, all diese Bilder haben eines gemeinsam: Sie sind experimentell. Egal ob kamerainterne Doppelbelichtung, Flare-Experiment oder mystisch dunkles Abbild, diese Fotos verzaubern und entführen den Betrachter in fantastische Welten.

Keime der Hoffnung

Cyril Ruoso / Terra Mater

Aufforstungsprojekt. Mit tausenden Setzlingen, Stück für Stück von Hand gepflanzt, gelingt Biologen in Costa Rica, was lange unmöglich erschien: Sie erschaffen auf öden Kuhweiden neuen, artenreichen Regenwald.
Und sie zeigen damit: Wer Wissen, Liebe zum Detail und Ausdauer investiert, kann für die Zukunft Fehler der Vergangenheit ausmerzen.

KUNST ZUM QUADRAT

INFOSCREEN in Kooperation mit der Photo+Adventure

Der Instagram-Fotowettbewerb von INFOSCREEN stand diesmal unter dem Thema Gegenblicke. Die Siegerbilder werden bei der Photo+Adventure zu sehen sein.

Landschaftsfotografie im Großformat

Verena und Georg Popp-Hackner

Verena Popp-Hackner und Georg Popp sind international renommierte Landschaftsfotografen, die seit beinahe 20 Jahren die Welt auf der Suche nach spannenden Motiven im Großformat sind. Seit über zehn Jahren zieht es die beiden Fotografen zum Beispiel immer wieder in die faszinierende Welt der Zypressensümpfe im amerikanischen Süden, in Texas und Louisiana. Mit Kajak und Kamera sind Verena diesem mystischen, selten besuchten Wasserwald auf die Spur gekommen. Weiters werden beeindruckende Landschaftsaufnahmen aus der schroffen und unberührten Wildnis Tasmaniens ausgestellt.

Menschenbilder 2019

Wiener Berufsfotografinnen und -fotografen

Außergewöhnliche Portraitfotos mit bisweilen überraschenden Perspektiven – mit diesem Konzept haben sich die MENSCHENBILDER zu einem international gern gesehenen Ausstellungsformat entwickelt.

"Einen Menschen nicht nur einfach abzubilden, sondern in seinem ganzen Wesen festzuhalten", benennt Innungsmeister Ulrich Schnarr die besondere Herausforderung in der Portraitfotografie, "setzt nicht nur hervorragendes technisches Können voraus, sondern auch Sensibilität und außergewöhnliches Einfühlungsvermögen."

Die Wiener Berufsfotografinnen und -fotografen sind darin Meisterinnen und Meister, wie die von einer Fachjury ausgewählten 26 Fotoarbeiten zeigen. Die Gewinnerinnen von zwei Wildcards für die Wiener Fotografie-Lehrlinge und die "Graphische" belegen das kreative Potenzial der jungen Wiener Szene.

TeilnehmerInnen: Wiener Berufsfotografinnen und -fotografen: Michael Appelt, Katrin Bruder, Heribert Corn, Petro Domenigg, Helmut Graf, Joachim Haslinger, Stephan Huger, Ernst Kainerstorfer, Lisa Kainzbauer, Norbert Kniat, Milena Krammer, Herbert Kratky, Maximilian Lottmann, Petra Maringer, Renate Medwed, Sophie Menegaldo, Helmut Mitter, Rita Newman, Mario Pernkopf, Reiner Riedler, Markus Schieder, Sophie Salfinger, Gerhard Sokol, Petra Spiola, Julia Wesely, Iris Winkler;
Wildcard Fotografie-Lehrlinge: Mona Torsan
Wildcard Die Graphische: Flora Mayrhofer
"Die Alten Meister von Wien": Christian Skalnik

Patagonien & Kap Horn

Die unberührten Fjorde und Kanäle Feuerlands, gewaltige Gletscher, die beeindruckenden Berge der Darwin-Kordillere, rauer Wind, Pinguine und schließlich die mystische Kap Horn Insel. All dies und noch viel mehr macht die einzigartige Region des südlichen Patagoniens aus, in der die chilenische Reederei Australis Expeditionskreuzfahrten anbietet. Internationale Fotografen halten die atemberaubende Schönheit der unberührten Natur und besondere Momente der Expeditionskreuzfahrten auf außergewöhnlichen Fotos fest. Eine fotografische Reise ans Ende der Welt!

Rehabilditation

Rupert Kogler

Rupert Kogler hält es für essenziell, die großteils verloren gegangene Bindung der Menschen zu ursprünglicher Natur wiederherzustellen und Naturfotos sind sein kleiner Beitrag dazu. Die universelle Schönheit und spürbare Bedeutung intakter Natur sind kein Zufall, denn sie vermitteln ein Gefühl von Zugehörigkeit und offenbaren so auf subtile Weise auch deren Wichtigkeit für den Menschen. Einer Wertschätzung der Natur ihrer selbst willen geht stets mit einer Wertschätzung unserer selbst einher. Letztlich gibt es nur ein Uns. Die heute übliche Abstraktion des Naturbegriffes birgt jedoch die Gefahr der völligen Entfremdung. Dieser Abstraktion geht das Fehlen von authentischen Naturerfahrungen voraus. Der Titel Rehabilditation vereint als Kunstwort die bildliche Darstellung von Naturmomenten und Rehabilitation als jene Therapie, welche auf die Wiederherstellung verloren gegangener Fähigkeiten abzielt. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt aus Koglers Arbeiten und ausschließlich authentische, unbeeinflusste und unretuschierte Naturaufnahmen.

the fishery on the baltic sea

Vanessa Szopory / Catch Your Own Gallery Siegerin

EU-Vorgaben und große Fischindustrien machen den kleinen Fischern das Leben schwer. Jahr für Jahr verschwinden Fischereibetriebe an der Ostsee von der Bildfläche, bis auf wenige Männer, die für das Handwerk kämpfen. Fischer zu sein bedeutet schwere körperliche Arbeit, bei oftmals schwierigen Wetterbedingungen. Niedrige Preise und geringe Fangquoten gehören zum Alltag. Die problematischen Aussichten führen dazu, dass kaum noch Nachfolger gefunden werden. Sie mögen vom Aussterben bedroht sein, doch auf keinen Fall geben sie auf!

Unter wilden Bären

Christine Sonvilla, Marc Graf und Robert Haasmann

Drei österreichische Fotografen haben sich in den letzten Jahren in Slowenien auf die Spur der Bären Mitteleuropas begeben. Ihre Mission? Neue, bisher ungesehene Fotos und hautnahe Einblicke in das Leben der größten Raubtiere Europas zu gewähren. Denn, so unwahrscheinlich das für viele klingen mag, vor unserer Haustüre findet sich in der Tat eine der größten Braunbärendichten der Welt. Nicht in Kamtschatka oder Alaska, sondern mitten unter uns, im dicht besiedelten Mitteleuropa.

Spannende Bären-Aufnahmen aus den wilden Wäldern im Herzen Europas und bisher ungesehen Weitwinkel-Aufnahmen, die hautnahe und intensive Einblicke in das Leben der Braunbären geben. Die wilde Natur unserer Breiten hat es in sich.

Wildnis aus Europa

4nature-photographers.com / Sven Herdt, Stefan Imig, Christoph Ruisz und Arnold Schaffer

Eine kleine Gruppe von vier ambitionierten Naturfotografen aus Österreich und Deutschland haben gemeinsam die Plattform "4nature-photographers.com" ins Leben gerufen. Im Laufe der letzten Jahre haben sie viel von Europas Wildnis bewandert und bereist und haben versucht, die Schönheit von Flora und Fauna auf ihren Kamerasensoren zu bannen. Auf diesem wunderschönen Kontinent gibt es zu jeder Jahreszeit unheimlich viel zu entdecken. Mit der Ausstellung "Wildnis aus Europa" präsentieren sie nun ihre Arbeiten zum ersten Mal einem breiten Publikum.

Zwischen den Welten

Josef Blaschko - Prager Fotoschule

Diplom 2017/2018

Ethnotourismus in Westneuguinea. In unserer Vorstellung gibt es kaum einen wilderen Flecken Erde als Westneuguinea. Menschenfresser, Steinzeitwerkzeuge und Grashütten beflügeln unsere Fantasie. Sie wecken die Sehnsucht nach dem unberührt Ursprünglichen und nach Teilhabe am echten Leben der Einheimischen. Einer Fiktion, die der Ethnotourist mit Hingabe nachjagt. Indem er es findet, zerstört er jedoch das, was er sucht. Mit seinem Eindringen in das Sozialsystem der Indigenen bringt er Strukturen ins wanken und weckt Begehrlichkeiten von materiellem Wohlstand und vermeintlicher Fortschrittlichkeit. Tradition verliert an Wert, Althergebrachtes wird aufgegeben. Authentizität muss in Folge inszeniert werden, um den Erwartungen der zahlungskräftigen Besucher zu entsprechen. Das unreflektierte Rollenspiel auf der Bühne der Tourismusindustrie führt bei allen Beteiligten zu Orientierungslosigkeit. Es bringt einen Verlust an Identität und Realitätsbezug. Aus dem stolzen Krieger und Lebenskünstler der Subsistenzwirtschaft wird ein Bittsteller und Lumpenträger. Der kulturinteressierte Reisende mutiert unbewusst zu einem Eroberer in Kolonialmanier. Gegensätze wie Urlaub und Alltag, Ablehnung und Begehren, Tradition und modernes Leben kollidieren auf unserer Reise zwischen den Welten.

OBEN